KI-Systeme empfehlen in Listen, und wer es in die Liste schafft, steht meist weit oben. Was 966 Nennungen aus unserer Juli-Auswertung und die Rangdaten der laufenden Messreihe über die Mechanik von KI-Empfehlungen verraten.
Wer in einer KI-Antwort genannt wird, steht meist weit oben. In unserer Auswertung von 12.769 KI-Antworten (Januar bis Juli 2026) standen 92 Prozent aller Unternehmensnennungen in Listen- oder Ranking-Antworten, 36 Prozent davon auf Platz 1. Die laufende Messreihe bestätigt das Muster: Bei fünf von sechs sichtbaren Kundenwebsites liegt der Durchschnittsrang im September zwischen 1,3 und 2,2.
KI-Systeme empfehlen Unternehmen fast ausschließlich in Listen. Von 966 Unternehmensnennungen in unserer Juli-Auswertung (27 Unternehmen, 100 vollständige Messläufe, fünf KI-Systeme) standen 885 in Antworten vom Typ „Die besten Anbieter für …", nur 81 im Fließtext. Und wer in einer solchen Liste steht, steht häufig ganz oben: 343 der 966 Nennungen (36 Prozent) belegten Platz 1.
Wir haben das in unserer Gesamtauswertung so zusammengefasst:
„Die relevante Frage ist also nicht nur „Werde ich genannt?", sondern „Schaffe ich es in die Liste, und an welche Position?"." (GeoUp, Auswertung von 12.769 KI-Antworten, Juli 2026)
Seit Juli 2026 messen wir 19 Kundenwebsites in einer einheitlichen Methode: 30 Fragen, fünf KI-Systeme, 150 Antworten pro Lauf, alle zwei bis vier Wochen. Bis zum 25. September sind das 119 Messläufe mit 17.790 Antworten. Für jede Nennung erfassen wir die Position in der Liste. Sechs Websites kamen im jeweils jüngsten Lauf auf mindestens zehn Nennungen:
Über alle sechs Websites lag der Anteil der Nennungen in den Top 3 zwischen 47 und 90 Prozent, im Median bei 63 Prozent.
In unseren Daten fällt ein Zusammenhang auf: Je stärker die Nennungen eines Unternehmens auf seiner eigenen Website als zitierter Quelle beruhen, desto weiter oben steht es. Beim Kfz-Dienstleister stützen sich 81 Prozent aller Nennungen seit Juli (105 von 129) darauf, dass das KI-System seine Website abgerufen und als Beleg verlinkt hat. Beim B2B-Software-Anbieter sind es 96 Prozent (158 von 164). Beide stehen im Schnitt auf Platz 1 bis 2. Beim Automobilzulieferer stammen nur 21 Prozent der Nennungen (96 von 453) aus der eigenen Website, der Rest aus Händlern und Portalen. Er steht im Schnitt auf Platz 3,5.
Die Erklärung liegt in der Arbeitsweise der Systeme: Eine KI-Antwort entsteht aus den Quellen, die das System zur Frage abruft. Wird die eigene Website als Quelle gezogen, bildet sie den Kern der Antwort, und das Unternehmen landet oben. Wird das Unternehmen dagegen nur in einer fremden Liste mitgeführt, übernimmt die KI auch die Position dieser Liste.
Was zählt in der Messung als Nennung? Eine KI-Antwort zählt als Nennung, wenn das Unternehmen namentlich oder über seine Domain vorkommt. Zusätzlich erfassen wir, ob die Antwort eine Liste ist und an welcher Position das Unternehmen dort steht.
Was bedeutet der Durchschnittsrang? Der Durchschnittsrang ist die mittlere Listenposition über alle Nennungen eines Messlaufs. Ein Wert von 1,4 heißt: Das Unternehmen steht in den meisten Listen auf Platz 1, gelegentlich auf Platz 2 oder 3.
Ist Platz 1 für kleinere Unternehmen realistisch? Ja. Die Websites mit den besten Durchschnittsrängen in unserer Messreihe sind ein regionaler Kfz-Dienstleister, ein Messebau-Unternehmen und ein B2B-Software-Anbieter. Entscheidend ist nicht die Größe, sondern ob die eigene Website zur abrufbaren Quelle für die relevanten Fragen wird.
Warum steht eine bekannte Marke auf Platz 3 und ein kleiner Anbieter auf Platz 1? Weil die Marke aus fremden Listen übernommen wird, in denen sie eine von vielen ist, während der kleine Anbieter mit seiner eigenen Website den Kern der Antwort liefert. Stand: September 2026.
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