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Krematorium: Der Weg der Einäscherung erklärt

Der Prozess der Einäscherung wirft oft viele Fragen auf. Wir möchten Ihnen einen transparenten Einblick in die Abläufe eines Krematoriums geben und die wichtigsten Schritte verständlich erklären.

Krematorium: Der Weg der Einäscherung erklärt

Der Verlust eines geliebten Menschen ist eine schmerzhafte Erfahrung. In dieser Zeit müssen viele Entscheidungen getroffen werden, darunter auch die Wahl der Bestattungsart. Wenn die Feuerbestattung gewählt wird, ist der Ablauf im Krematorium ein wichtiger Teil des Prozesses. Wir möchten Ihnen hier einen Überblick geben, wie ein Krematorium funktioniert und welche Schritte dabei durchlaufen werden.

Was passiert vor der Einäscherung im Krematorium?

Bevor die eigentliche Einäscherung stattfindet, gibt es einige wichtige Schritte, die sorgfältig durchgeführt werden, um Würde und Respekt zu gewährleisten.

Die Überführung und Identifikation

Nachdem der Verstorbene vom Bestatter abgeholt wurde, wird er in das Krematorium überführt. Dort erfolgt eine erneute und sorgfältige Identifikation. Dies ist ein entscheidender Schritt, um Verwechslungen auszuschließen. Die Personalien werden anhand der Begleitpapiere überprüft.

Die zweite Leichenschau

Bevor ein Leichnam eingeäschert werden darf, ist in Deutschland eine zweite Leichenschau gesetzlich vorgeschrieben. Diese wird in Hessen von einem Rechtsmediziner oder einem gerichtlich bestellten Arzt durchgeführt. Ziel dieser Untersuchung ist es, die Todesursache zweifelsfrei zu bestätigen und auszuschließen, dass ein nicht natürlicher Tod vorliegt, der weitere Ermittlungen erfordern würde. Erst nach dieser Freigabe darf die Einäscherung erfolgen.

Die Vorbereitung für die Einäscherung

Der Verstorbene wird in einen Sarg gebettet, der für die Einäscherung geeignet ist. Dies sind in der Regel einfache Holzsärge, die vollständig verbrennbar sind. Persönliche Gegenstände wie Schmuck werden vor der Einäscherung in Absprache mit den Angehörigen entfernt. Manchmal werden auch Herzschrittmacher oder andere medizinische Implantate entnommen, da diese unter Umständen explodieren könnten und die Kremationsanlage beschädigen würden.

Wie läuft die Einäscherung selbst ab?

Die Einäscherung ist ein technischer Prozess, der unter strengen Vorschriften und mit größtem Respekt durchgeführt wird.

Der Einäscherungsvorgang

Der Sarg mit dem Verstorbenen wird in einen speziellen Ofen, den sogenannten Kremationsofen, überführt. Diese Öfen sind für hohe Temperaturen ausgelegt, die in der Regel zwischen 850 und 1200 Grad Celsius liegen. Durch diese hohen Temperaturen wird der Körper innerhalb von etwa 60 bis 90 Minuten zu Asche und Knochenfragmenten reduziert.
Jede Person wird einzeln eingeäschert, um eine Vermischung der Asche auszuschließen. Um die individuelle Zuordnung der Asche sicherzustellen, wird dem Sarg vor der Einäscherung ein feuerfester Schamottstein mit einer eindeutigen Identifikationsnummer beigelegt. Dieser Stein verbleibt während des gesamten Prozesses bei der Asche.

Die Ascheaufbereitung

Nach der Einäscherung werden die verbleibenden Knochenfragmente und die Asche aus dem Ofen entnommen. Die Knochenfragmente sind noch nicht vollständig zu feiner Asche zerfallen. Sie werden in einer speziellen Mühle, dem sogenannten Kremulator, zu feinem Granulat zermahlen. Metallische Rückstände, wie beispielsweise künstliche Gelenke oder Zahnfüllungen, werden zuvor mit einem Magneten oder manuell aussortiert. Diese Metalle werden gesammelt und später umweltgerecht recycelt.

Die Befüllung der Urne

Die so gewonnene Asche wird dann in eine Aschekapsel gefüllt. Diese Kapsel wird anschließend in die vom Bestatter oder den Angehörigen ausgewählte Überurne eingesetzt. Der bereits erwähnte Schamottstein mit der Identifikationsnummer wird ebenfalls in die Urne gelegt, um die eindeutige Zuordnung jederzeit zu gewährleisten. Die Urne wird anschließend versiegelt und für die Übergabe an den Bestatter oder die Angehörigen vorbereitet.

Was passiert nach der Einäscherung?

Nach der Einäscherung wird die Urne zur Beisetzung übergeben.

Die Urnenbeisetzung

Die Urne wird dem Bestattungsunternehmen übergeben, das dann die weitere Beisetzung organisiert. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Urnenbeisetzung, wie die Beisetzung auf einem Friedhof in einem Urnengrab, einer Urnenwand oder auch spezielle Bestattungsformen wie die Seebestattung oder Baumbestattung. Die Wahl der Beisetzungsart hängt von den Wünschen des Verstorbenen und der Angehörigen ab.

Wer hilft bei Fragen zur Feuerbestattung?

Der Prozess einer Feuerbestattung kann viele Fragen aufwerfen. Wir von Bestattungen Fraund / Amelung in Wiesbaden-Bierstadt stehen Ihnen in dieser schweren Zeit zur Seite. Wir hören zu, beraten ehrlich und gestalten den Weg so, wie Sie es sich wünschen. Mit Erfahrung und Einfühlungsvermögen stehen wir persönlich zur Verfügung und begleiten Sie bei allen Schritten rund um die Bestattung und Trauerbewältigung.

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